Landtagswahl Sachsen-Anhalt

6. September 2026 · vorläufiges Ergebnis

Woran hat es gelegen

Hier stellst du ein, was ausgewertet wird. Alle Abschnitte darunter rechnen sich sofort neu — auch für jeden anderen der 41 Wahlkreise.

Ansicht
 
Partei im Fokus
Gemeinde
Art
 

Fünf Punkte zum Mitnehmen

Platzierungen

In wie vielen Wahllokalen welcher Platz

Platz je Gemeinde

Gemeinde ErststimmenPlatzZweitstimmenPlatzLokale mit
Platz 1–3

Wahlkreisergebnis gegen 2021

Partei20212026Veränderung Stimmen 2021Stimmen 2026Veränderung
Zweitstimmen auf Wahlkreisebene. Die Werte für 2021 hat das Statistische Landesamt auf den heutigen Wahlkreiszuschnitt umgerechnet, deshalb sind sie mit 2026 vergleichbar. Parteien, die 2026 nicht mehr angetreten sind, erscheinen hier nicht; wer 2026 erstmals angetreten ist, steht ohne Vergleichswert.

Hochburgen und schwache Gebiete

Jede Fläche ist ein Wahllokal, die Größe steht für die Zahl der gültigen Stimmen, gruppiert nach Gemeinde. Je kräftiger die Farbe, desto stärker das Ergebnis. Fläche anklicken für die Einzelansicht.

Verteilung

Ein Punkt ist ein Wahllokal, die Fläche steht für die Zahl der gültigen Erststimmen. Gestrichelter Rand: Briefwahlbezirk.

Streuung je Gemeinde

Was die Zahlen unter dem Histogramm bedeuten
Mittelwert
Der Durchschnitt über alle Wahllokale. Jedes Wahllokal zählt dabei gleich viel, egal wie groß es ist. Er kann deshalb vom Wahlkreisergebnis abweichen, in das jede Stimme einzeln eingeht.
Median
Der Wert in der Mitte: die eine Hälfte der Wahllokale liegt darüber, die andere darunter. Liegt der Median deutlich unter dem Mittelwert, ziehen einzelne starke Lokale den Durchschnitt nach oben.
Standardabweichung
Wie weit die Wahllokale typischerweise vom Mittelwert entfernt liegen. Ein kleiner Wert heißt: überall ähnlich. Ein großer Wert heißt: der Wahlkreis zerfällt in sehr unterschiedliche Gegenden.
Quartile
Die Grenzen des mittleren Halbes. Unter dem ersten Quartil liegt das schwächste Viertel, über dem dritten das stärkste.

Der Boxplot zeigt dasselbe je Gemeinde: der Balken ist das mittlere Halbe, der senkrechte Strich der Median, die Linie die Spannweite. Die Punkte darunter sind die einzelnen Wahllokale.

Stärkste und schwächste Wahllokale

Der z-Wert sagt, um wie viele Standardabweichungen ein Wahllokal vom Mittel abweicht.

StärksteWertPlatzzPerzentil
SchwächsteWertPlatzzPerzentil
Was z-Wert und Perzentil bedeuten
z-Wert
Der Abstand zum Mittelwert, gemessen in Standardabweichungen. 0 heißt genau im Schnitt, +1 heißt eine Standardabweichung darüber. Werte über +2 oder unter −2 sind deutliche Ausreißer, alles zwischen −1 und +1 ist unauffälliges Mittelfeld. Der Vorteil gegenüber der reinen Prozentzahl: der z-Wert sagt, ob ein Unterschied für diesen Wahlkreis groß ist oder normal.
Perzentil
Der Rang in Prozent. 90 heißt: dieses Wahllokal liegt über 90 Prozent der anderen.
Bezugsrahmen
Gegen wen gerechnet wird. „Gegen den ganzen Wahlkreis“ vergleicht alle Lokale miteinander. „Gegen die eigene Gemeinde“ rechnet den Gemeindeeffekt heraus und zeigt, welche Lokale für ihre Gemeinde auffällig sind — nützlich, wenn eine Gemeinde insgesamt stark oder schwach ist.

Erst- und Zweitstimme im Vergleich

Für die aktuelle Auswahl. Die Linie zeigt, wie weit das Erststimmenergebnis der Direktbewerbung vom Listenergebnis der Partei abweicht.

Was die Hochburgen auszeichnet

Die Gruppe wird nach dem gewählten Kennwert gebildet und gegen alle übrigen Wahllokale der Auswahl gestellt. Der Welch-Test prüft, ob der Unterschied der Mittelwerte bei dieser Fallzahl noch als zufällig durchgehen kann.

MerkmalGruppeRestDifferenzCohens dp (Welch)
Was Differenz, Cohens d und der p-Wert bedeuten
Differenz
Der Abstand der beiden Mittelwerte in Prozentpunkten. Sagt, wie stark sich Hochburgen und Rest in diesem Merkmal unterscheiden.
Cohens d
Dieselbe Differenz, aber gemessen an der Streuung innerhalb der Gruppen. Damit wird vergleichbar, was in Prozentpunkten nicht vergleichbar ist. Grobe Faustregel: ab 0,2 klein, ab 0,5 mittel, ab 0,8 groß. Ein Merkmal mit kleiner Prozentdifferenz kann trotzdem ein großes d haben, wenn die Werte sonst dicht beieinander liegen.
p (Welch)
Die Wahrscheinlichkeit, einen so großen Unterschied allein durch Zufall zu sehen, wenn es in Wirklichkeit keinen gibt. Klein heißt: der Unterschied ist bei dieser Fallzahl kaum durch Zufall zu erklären. Unter 0,05 gilt üblicherweise als auffällig, unter 0,01 als deutlich. Der Welch-Test ist die Variante des t-Tests, die auch dann funktioniert, wenn die beiden Gruppen unterschiedlich stark streuen — hier der Normalfall, weil Hochburgen meist einheitlicher sind als der Rest.

Zwei Vorbehalte: Weil hier viele Merkmale gleichzeitig geprüft werden, ist ein einzelner p-Wert knapp unter 0,05 noch kein Befund — bei dreizehn Merkmalen rutscht rein zufällig etwa eines darunter. Und ein kleiner p-Wert sagt nur, dass ein Unterschied da ist, nicht wie groß er ist; dafür ist d zuständig.

Zusammenhänge

Korrelationsmatrix über die aktuelle Auswahl. Ein Feld anklicken lädt das Paar in das Streudiagramm.

Was r und R² bedeuten
r (Korrelation)
Wie eng zwei Größen zusammenhängen, auf einer Skala von −1 bis +1. 0 heißt kein Zusammenhang. Positiv heißt: wo das eine hoch ist, ist auch das andere hoch. Negativ heißt: wo das eine hoch ist, ist das andere niedrig. Ab etwa 0,3 spricht man von einem mittleren, ab 0,5 von einem starken Zusammenhang.
r zum Quadrat, gelesen als Anteil: R² = 0,40 heißt, dass 40 Prozent der Unterschiede zwischen den Wahllokalen mit dieser einen Größe erklärt sind. Der Rest liegt an allem anderen.
Steigung
Wie stark sich die senkrechte Größe ändert, wenn die waagerechte um eine Einheit steigt. Die rote Linie ist die Gerade, die am besten durch die Punkte passt.
Farbfeld
In der Matrix steht grün für positive, rot für negative Zusammenhänge. Je kräftiger, desto stärker.

Der wichtigste Vorbehalt: Ein Zusammenhang ist keine Ursache. Und alle Werte hier beziehen sich auf Wahllokale, nicht auf Personen. Dass die eigenen Stimmen dort niedriger sind, wo eine andere Partei stark ist, heißt nicht, dass dieselben Menschen gewechselt haben — der Schluss von Gebieten auf einzelne Wählerinnen und Wähler heißt in der Sozialforschung ökologischer Fehlschluss und geht regelmäßig schief.

Regression

Kleinste Quadrate über die aktuelle Auswahl. Beta ist der standardisierte Koeffizient und macht Prädiktoren vergleichbar. Die Residuen zeigen, wo das Ergebnis über oder unter der Modellerwartung liegt.

Prädiktoren
PrädiktorbBetaStandardfehlertp
Über dem ModellIstModellRest
Unter dem ModellIstModellRest
Was b, Beta, t und die Residuen bedeuten
Was die Regression tut
Sie sucht die Kombination der ausgewählten Prädiktoren, die die Zielgröße über alle Wahllokale am besten trifft, und rechnet dabei jeden Einfluss unter Kontrolle der anderen aus. Damit lässt sich trennen, was wirklich am einen Merkmal liegt und was nur mitläuft, weil zwei Merkmale ohnehin zusammen auftreten.
b
Der rohe Koeffizient: um so viel ändert sich die Zielgröße, wenn dieser Prädiktor um eine Einheit steigt und alles andere gleich bleibt.
Beta
Derselbe Effekt, aber standardisiert. Weil die Prädiktoren in unterschiedlichen Einheiten gemessen sind, sind die b-Werte untereinander nicht vergleichbar — die Beta-Werte schon. Wer das größte Beta hat, erklärt am meisten.
Standardfehler und t
Der Standardfehler ist die Unsicherheit der Schätzung, t das Verhältnis von Effekt zu Unsicherheit. Grob: ab einem t über 2 ist der Effekt größer als sein eigenes Rauschen.
R² und korrigiertes R²
Der Anteil der erklärten Streuung. Das einfache R² steigt automatisch mit jedem zusätzlichen Prädiktor, auch wenn der nichts beiträgt. Das korrigierte R² rechnet diesen Effekt heraus und ist bei mehreren Prädiktoren der ehrlichere Wert.
Residuen
Die Differenz zwischen tatsächlichem Ergebnis und dem, was das Modell erwartet hätte. Genau hier wird es politisch interessant: Ein Wahllokal weit über dem Modell hat besser abgeschnitten, als seine Struktur erwarten lässt. Dort ist etwas passiert, was die Zahlen nicht erklären — ein aktiver Ortsverein, eine bekannte Person vor Ort, ein gelungener Haustürwahlkampf.

Bei rund 70 Wahllokalen sollten es höchstens drei bis vier Prädiktoren sein. Mehr davon lassen R² steigen, ohne dass das Modell besser wird. Und wenn zwei Prädiktoren fast dasselbe messen, werden beide Koeffizienten unzuverlässig.

Ausgewähltes Wahllokal

Ein Wahllokal im Mosaik, im Streifen, in einer Rangliste oder in der Tabelle auswählen.

Alle 41 Wahlkreise

WahlkreisWahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
ErststimmenPlatzZweitstimmenPlatz± zu 2021SPD-DirektbewerbungDirektmandat
Balken oder Zeile anklicken, um in diesen Wahlkreis zu wechseln.

Gemeinden

GemeindeLokaleWahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
ErststimmenAnteilPlatzZweitstimmenAnteilPlatzSaldo

Alle Wahllokale

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WahllokalGemeinde Gültige
Erststimmen
StimmenErststimmePlatz ZweitstimmePlatz SaldoWahl-
beteiligung

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl vom 6. September 2026, Wahlbezirksdatei, Stand 7. September 2026. Platzierungen sind Wettkampfränge: bei Gleichstand erhalten beide Parteien denselben Platz. Erststimmenplätze werden unter den im jeweiligen Wahlkreis zugelassenen Direktbewerbungen vergeben, Zweitstimmenplätze unter allen fünfzehn Landeslisten. Saldo ist der Erststimmenanteil abzüglich des Zweitstimmenanteils derselben Partei im selben Wahllokal. Die Wahlbeteiligung ist nur für Urnenwahlbezirke ausgewiesen, weil Briefwählerinnen und Briefwähler im Briefwahlbezirk als Wähler zählen, ihre Wahlberechtigung aber im Urnenwahlbezirk hinterlegt ist. Alle Zusammenhänge beziehen sich auf Wahllokale, nicht auf einzelne Wählerinnen und Wähler. Vergleichsdaten: Landtagswahl 2021 und Bundestagswahl 2025, jeweils Wahlbezirksergebnisse des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt und der Bundeswahlleiterin, zugeordnet über Gemeinde, Bezirksname und Bezirksnummer.